Ausstellungen









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Franz Burkhardts Inspiration, Blick auf die Fassade an der Friedrich-Ebert-Allee, 2016, Foto: Städtische Galerie Delmenhorst



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Franz Burkhardt, Atelieransicht, 2017, Foto: Franz Burkhardt



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Franz Burkhardt, Atelieransicht, 2017, Foto: Franz Burkhardt



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Franz Burkhardt, o.T., 2015, Bleistift, Tusche, auf Papier



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Franz Burkhardt, o.T.(Hund), 2014 Bleistift auf Papier



Franz Burkhardt
Karina Miami

18. August – 22. Oktober 2017

Eröffnung: Donnerstag, 17. August, 20 Uhr
Pressetermin: Mittwoch, 16. August, 11:30 Uhr

-> Flyer zur Ausstellung zum Download/Ansehen (PDF, 1,2 MB).

-> Veranstaltungen zur Ausstellung


Seit Mitte der 1970er Jahre ist die Coburg‘sche Villa von einer zugigen, stark befahrenen Kreuzung umgeben. Damit ist sie isoliert von der City mit ihren A-Lagen. Die Nachbarn gegenüber – der „Orient-Grill“, der Pizzaservice, der russische Laden „Karina“ und das „Miami“ – sind weit abgeschlagen. Umso begehrlicher wandert der Blick Tag für Tag zu ihnen herüber.

Für den Bildhauer und Zeichner Franz Burkhardt, den 1966 in Wolfenbüttel geborenen Wahl-Belgier, wird das städtebauliche Gegenüber der Galerie zur Inspiration. Durch den Bau und die Collage eines architektonischen Versatzstückes wird er in verblüffender Weise das Außen in die musealen Räume holen. Vor allem hat es ihm dabei die legendäre, wenngleich auch längst verbretterte und vernagelte, Diskothek „Miami“ angetan.

Nicht die historisch korrekte Rekonstruktion ist Franz Burkhardts Ansatz, sondern eine plausible bildhauerische Arbeit, die mit scharfem Blick und einigem Humor das Besondere der Delmenhorster Häuserzeile in ein Allgemeines überführt. Jede von ihm gestaltete Fassadenpartie ist auch ein Stück malerischer Sensation. So entstehen ausgeklügelte installative Collagen und in den letzten Jahren, wie zuletzt in Basel, immer aufwendigere Fassaden bis hin zu ganzen Straßenzügen. Sie werden zum Träger einer beredten Patina und nachdenklich stimmender Botschaften wie auch zum Display seiner Zeichnungen.

„Karina Miami“ zeigt zusätzlich zu den von Delmenhorst angeregten Arbeiten, zahlreiche zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Solitärskulpturen und Einzelobjekte wie zum Beispiel einen Bauschuttcontainer in Originalgröße, einen Stromkasten, einen Laternenmast, ein Ensemble aus Heizung und Waschbecken. Sämtlich entstammen sie der präzisen Beobachtung, mit der Franz Burkhardt die Umwelt betrachtet. Dabei kommentiert der Künstler nicht umsonst seinen spezifischen Illusionismus mit der betont süffisant formulierten Grundthese „jedes Kunstwerk ist doch nur eine schlechte Nachahmung der Wirklichkeit“.

Unter dem Dach der Villa Coburg ist eine Auswahl von Blättern zu sehen, die Franz Burkhardt als fantastischen Zeichner vorstellen. Vorbilder für seine Zeichnungen findet der Künstler in alten Büchern, in Erotikmagazinen, billigen Heftchen, Comics, auf Platten-Covern. Immer ist eine Prise Nostalgie im Spiel. Die Zeichnungen in einer munteren Sprachmelange mit Gedankenfragmenten versehen, mit Sinnsprüchen, verballhornten Zitaten, die das Dargestellte mal mit bissigem Humor, mal mit wehmütiger Poesie unterlaufen.

Franz Burkhardt geht es um eine Auseinandersetzung mit Intimität und Privatheit, mit den Normen, Sehnsüchten und Ängsten, die an den Ausstaffierungen unserer individuell arrangierten Repräsentationsräume hängen. Das, was sich im Einerlei unseres Alltags als „gemütliches Elend“ niedergelassen hat, zieht sich als melancholischer Klang durch all seine Werke. In ihnen verbinden sich die großen Fragen der so genannten Hochkultur mit den knisternden Öfen des Trivialen, die vice versa unablässig die Kunst befeuern.

Franz Burkhardt (* 1966 in Wolfenbüttel) studierte 1987 bis 1993 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei HP Zimmer, Emil Cimiotti und Johannes Brus. Anschließend absolvierte er den Postgraduate Course in Scientific Illustration, an der Rijksuniversiteit Limburg, Maastricht. Seit 1991 erhielt er zahlreiche Stipendien u.a. ein Jahres-stipendium des DAAD für Lomé, Togo, das Peter-Voigt-Reisestipendium der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz für New York, ein Stipendium der Günter-Peill-Stiftung, Düren. Er ist mit Ausstellungen national und international unterwegs. Franz Burkhardt lebt und arbeitet in Montzen, Belgien.

 

Wir danken für die großzügige Unterstützung:

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Arthur Fitger, Puttenfries (Ausschnitt), o. J. Öl auf Leinwand, 79 x 337 cm, Sammlung Städtische Galerie Delmenhorst



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Fritz Overbeck, Sommerzeit, 1908, Öl auf Leinwand, 95 x 125 cm, Stiftung Fritz und Hermine Overbeck, Bremen



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Paula Modersohn-Becker, weiblicher Akt, um 1902 Öl auf Karton, 39,5 x 78 cm, Sammlung Kunstverein Bremerhaven, Foto: Joachim Fliegner



"Moin, Herr Fitger!"

Fritz Overbeck trifft
Arthur Fitger
Zu Gast:
Paula Modersohn-Becker

18. August – 22. Oktober 2017

Eröffnung: Donnerstag, 17. August, 19 Uhr
Pressetermin: Mittwoch, 16. August, 11:30 Uhr

-> Flyer zur Ausstellung zum Download/Ansehen (PDF, 183 KB).

-> Veranstaltungen zur Ausstellung


Als „Malerfürst“, als der „Makart des Nordens“, war Arthur Fitger (1840-1909) mit seinen großformatigen Gemälden über Jahrzehnte hinweg eine Berühmtheit. „Keine Wand, die nicht Fitger mit Malerei bedeckt“, entkam amüsiert dem Volksmund. Und nicht nur als Maler, auch als Kunstkritiker, Dramatiker und Poet prägte er den Zeitgeist.

In der Gegenüberstellung mit Werken von Fritz Overbeck (1869-1909) wird deutlich, warum Arthur Fitger nicht zuletzt mit der Bildwelt der innovativen Worpsweder Maler haderte. Betrachtet man die Werke der beiden heute, verblüfft es, dass sie Zeitgenossen waren; beide verstarben im gleichen Jahr. Anhand des Themas Kindheit und Natur macht die Ausstellung mit ausgewählten Gemälden, Zeichnungen und Grafiken eine frappierende „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ deutlich. Das Gemälde „weiblicher Akt“ von Paula Modersohn-Becker, das als Leihgabe der Kunsthalle Bremerhaven in der Ausstellung zu sehen ist, heizt den Dialog der beiden malerischen Welten an.

 

Wir danken herzlich dem Overbeck-Museum, Bremen-Vegesack für die Kooperation, außerdem der Kunsthalle Bremerhaven und der Kunsthalle Bremen.



 












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Katarzyna Kozyra, Looking for Jesus, Video-Still, 2012-2017, Foto: Piotr Niemyjski, Courtesy Katarzyna Kozyra Foundation



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Katarzyna Kozyra, Looking for Jesus, Video, 2012-2017, Foto: Video-Still, Courtesy Katarzyna Kozyra Foundation



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Katarzyna Kozyra, Looking for Jesus, Videostill, 2012- 2017, Foto: Katarzyna Szumska, Courtesy Katarzyna Kozyra Foundation







Katarzyna Kozyra
Looking For Jesus.
Interviews From The Archive

10. September – 22. Oktober 2017

Eröffnung: Sonntag, 10. September, 12 Uhr,
nach dem Gottesdienst

Pressetermin: Freitag, 8. September, 11:30 Uhr,
in der Kirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit,
Kirchplatz 20, 27749 Delmenhorst

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 13 bis 19 Uhr
Sonnabend und Sonntag: 11 bis 17 Uhr

-> Flyer zur Ausstellung zum Download/Ansehen (PDF, 5,9 MB).

-> Veranstaltungen zur Ausstellung


„Sind Sie Jesus?“ – „Ja, ich bin Jesus“ –
„Dann müssen wir Ihnen folgen“.

Katarzyna Kozyra (*1963, Warschau) macht seit den 1990er Jahren durch ebenso opulente wie provokante Videoarbeiten, Performances und Installationen von sich Reden. Seit 2012 reist sie nach Israel, um Menschen zu begegnen, die von sich behaupten sie seien Jesus. Mit dieser Arbeit untersucht die Künstlerin im Verlaufe mehrerer Reisen ein Phänomen, das in der psychologischen Fachliteratur unter der Bezeichnung Jerusalem-Syndrom verhandelt wird. Für ihr zeitraubendes Projekt begibt sie sich, begleitet von ihrem Filmteam und Übersetzern, in die Rolle einer Forscherin. Unmengen von dokumentarischem Material entstehen: Zahlreiche teils sehr bizarre Interviews mit Menschen, die ihre Selbstwahrnehmung als Messias leben und in unterschiedlicher Weise verkünden. Erstmals wird die Videoarbeit in einer speziell für Delmenhorst geschnittenen Version als Work in progress in einer Kirche gezeigt. Katarzyna Kozyra greift darüber hinaus installativ in die Architektur der Stadtkirche ein.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Citykirchenarbeit der Stadtkirche Delmenhorst präsentiert.

 

Wir danken für die großzügige Unterstützung:

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Wir danken

ŻAK |BRANICKA Gallery Berlin



 























Vorschau

Zur See. Werke aus der Sammlung der Kunsthalle Bremerhaven.

4. November 2017 – 14. Januar 2018

Eröffnung: Freitag, 3. November 20 Uhr
Pressetermin: Donnerstag, 2. November 11.30 Uhr

Die Auswahl der Werke für die Delmenhorster Schau „Zur See“
ist eine Tauchfahrt in die Sammlung des Kunstvereins
Bremerhaven von 1886 e. V. Obwohl und weil lokale Bezüge
dort nie ein Sammlungsschwerpunkt waren, fischt die
Delmenhorster Ausstellung nach maritimen Bezügen in der
zeitgenössischen Kunst. Mit Werken von u. a. Stefan Balkenhol,
Björn Dahlem, Cecilia Edefalk, Richard Fleischhut, Hamish Fulton,
Tina Öhmsen, Manfred Pernice, Erich Salomon, Norbert
Schwontkowski, Andreas Slominski und Paloma Varga Weisz.

In der Remise:
Christian Haake. fluid

4. November 2017 – 14. Januar 2018

Eröffnung: Freitag, 3. November 19 Uhr
Pressetermin: Donnerstag, 2. November 11.30 Uhr

Mit der Ausstellung „fluid“ zeigt Christian Haake
(*1969 in Bremerhaven) neue Arbeiten, die als
Wahrnehmungslauf auf die Räume der Remise abgestimmt
sind. Der Künstler befasst sich mit visuellen
Konstruktionen von Ferne, Meer und Weite – und ihrer
Entstehung im Zusammenspiel von Erinnerung und Imagination.

 

Wir danken für die großzügige Unterstützung:

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Archiv

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